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Geschichte

Der ESV Lok Wülknitz e.V. wurde 1950 als BSG Lok Wülknitz gegründet.

 

Hier folgt in Kürze ein Abriss zu unserer Geschichte...

 

Vor der Gründung des Vereins

 

Sport in Wülknitz und Umgebung gab es natürlich schon lange vor 1950. Leider ist es heute aber nur schwer möglich, noch einen genauen Rückblick zu halten. Bekannt ist, dass bereits um 1917 die SG Lichtensee gegründet wurde. In Wülknitz gab es den 1923 gegründeten Turnverein. Maßgebend dabei war damals Bruno Lembke.

 

1929 wurde die SG Traktor Wülknitz als Arbeitersportverein gegründet. Fußball gespielt wurde damals schon auf dem Gelände des Bauern Eltzsch, dem heutigen Hauptplatz.

Ab 1933 gerieten dann die sportlichen Aktivitäten sehr in den Hintergrund. In Wülknitz kam der Fußball fast völlig zum erliegen. In Lichtensee wurde trotz der schweren Zeiten weiter versucht, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.

 

Nach 1945 wurde zaghaft versucht, sportlich wieder etwas auf die Beine zu stellen. In den einzelnen Orten ( Koselitz, Streumen, und Wülknitz) entstanden Sportgruppen, wobei Fußball in Vordergrund stand. In Lichtensee hatte Hans Bielig die Initiative ergriffen, die jungen Menschen für den Sport zu gewinnen.

 

In Wülknitz wurde man ebenfalls aktiv. Hier sind besonders zu erwähnen der ehemalige Bürgermeister Rudi Grützner sowie Kurt Kremts, Bernhard Landtag und Kurt Wagner.

Auf dem während des Krieges wieder zum Getreidefeld umfunktionierten Sportplatz wurde in Eigeninitiative ein bespielbarer Fußballplatz gestaltet.

 

Da auch für andere Sportarten (Tischtennis, Kegeln, Frauenhandball) die Interessen stiegen, erwies sich der bisherige Rahmen bald als zu eng.

Um aber diese umfassenden Angebote realisieren zu können, mußten erst einmal die finanziellen und materiellen Voraussetzungen geschaffen werden.

In den Jahren 1948/49 wurde staatlicherseits zur Förderung des aufstrebenden Sportbetriebes die Bildung von Betriebssportgemeinschaften angestrebt.

Besonders der Sportsfreund Hans Beulig erkannte die Gunst der Stunde und versuchte einen soliden Verein über die Dorfgrenzen hinweg zu schaffen.

Ende 1949/Anfang 1950 wurden zunächst Vorbesprechungen zwischen den Sportgruppen Wülknitz, Lichtensee und Koselitz bezüglich einer Verschmelzung geführt.

Da aus dem Oberbauwerk eine ganze Reihe von Beschäftigten in den Orten Sport trieben, bot sich der Gedanke förmlich an, bei der deutschen Reichsbahn die Basis zu suchen.

Hierbei waren es besonders Bahnhofsvorsteher Günther Köhler und der Leiter des Oberbauwerkes Karl Heinke sowie die Sportsfreunde Hans Beulig, Helmut Beulig und Heinz Apitz, die in kürzester Zeit ein überzeugendes Konzept für die Reichsbahndirektion aufstellten. Dem Antrag auf Bildung einer BSG Lok Wülknitz wurde zugestimmt und so kam es bereits im Mai 1950 zur Gründung, wobei Sportsfreund Beulig von Anfang an die Leitung übernahm. Das es dabei eine ganze Reihe objektiver und subjektiver Schwierigkeiten zu meistern gab, sei nur ganz am Rande erwähnt.

 

Die Grundstücksfrage war in der DDR einfach zu regeln: Beim Sportplatz wurde aus Gemeindeeigentum (1934 von Bauer Eltzsch gekauft) Volkseigentum und der Rechtsträger hieß ab 1955 Deutsche Reichsbahn. Das war die Voraussetzung für künftige finanzielle Aktivitäten des Oberbauwerkes. Von dort kamen in erster Linie das Material mit dem die Sportler nach und nach „ihr Sportlerheim“ bauten.

 

Die heutige Kegelbahn war eine Baracke, die als 1945 für zugewiesene Familien aus Ungarn als Wohnunterkunft diente. Da auch nach 1950 Wohnraum noch äußerst knapp war, glich es einem Kunststück, dieses Gebäude für die heutige Nutzung frei zu bekommen.

 

Damit war jedoch für die beiden sportlichen Säulen der BSG die materielle Basis geschaffen.